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Wie du den perfekten Einstieg in deinen Roman findest – 7 bewährte Techniken

Der erste Satz deines Romans hat etwas Magisches. Er ist das Tor zu deiner Geschichte, der Moment, in dem du deine Leser*innen in eine neue Welt ziehst. Gleichzeitig ist genau dieser Einstieg oft eine der größten Hürden beim Schreiben. Du starrst auf die leere Seite und fragst dich: „Wie fange ich an?“ Keine Sorge – mit den richtigen Ansätzen kannst du den perfekten Start finden. Hier sind 7 bewährte Techniken, die dir dabei helfen.


1. Starte mitten in der Handlung

Einer der besten Wege, Leser*innen sofort zu fesseln, ist, sie direkt in die Action zu werfen. Beginne mit einer spannenden Szene oder einem Konflikt, der sie neugierig macht. Zum Beispiel:„Das Brüllen des Drachen hallte durch die Schlucht. Mit schwitzigen Händen hob Liora ihr Schwert.“

Ein dynamischer Anfang zieht Leser*innen sofort in die Geschichte und lässt sie wissen, dass etwas Wichtiges passiert. Der Rest der Handlung kann später erklärt werden – zuerst zählt das, was Spannung erzeugt.


2. Nutze einen starken, emotionalen Moment

Manchmal ist es nicht die Action, die fesselt, sondern eine emotionale Tiefe. Beginne mit einem Gefühl, das die Leser*innen sofort berührt: Trauer, Freude, Angst oder Sehnsucht. Zum Beispiel:„Er wusste, dass er sie nie wiedersehen würde, aber das hielt ihn nicht davon ab, ins Taxi zu steigen.“

Ein solcher Einstieg macht neugierig und lässt die Leser*innen wissen, dass sie eine bewegende Geschichte erwartet.


3. Stelle eine ungewöhnliche Frage

Fragen wecken Neugier, weil Leser*innen sofort nach einer Antwort suchen. Eine ungewöhnliche oder provokative Frage bringt sie dazu, weiterzulesen, um herauszufinden, worum es geht. Zum Beispiel:„Wie überlebt man, wenn man von seiner eigenen Familie gejagt wird?“

Mit einer Frage als Einstieg machst du klar, dass dein Roman ein Geheimnis birgt – und Leser*innen lieben Geheimnisse.


4. Male ein starkes Bild

Nutze die Macht der Beschreibung, um ein lebendiges Bild vor den Augen deiner Leser*innen zu erschaffen. So können sie direkt in die Welt eintauchen, die du erschaffst. Zum Beispiel:„Das Meer glitzerte in der untergehenden Sonne wie ein Haufen versprengter Diamanten. Das Wrack des alten Schiffs schlug an die Felsen und zerbarst.“

Dieser Ansatz ist besonders wirkungsvoll für Geschichten, die stark von ihrem Setting leben.


5. Beginne mit einer überraschenden Aussage

Manchmal ist ein ungewöhnlicher oder schockierender erster Satz genau das Richtige, um Leser*innen zu packen. Zum Beispiel:„Am Tag, an dem die Sonne verschwand, war ich gerade dabei, einen Kuchen zu backen.“

Solche Sätze funktionieren, weil sie Leser*innen zum Nachdenken bringen: Warum ist die Sonne verschwunden? Und was hat das mit Kuchen zu tun? Überraschung erzeugt Spannung.


6. Lass eine Figur sprechen

Dialoge sind ein dynamischer Einstieg, weil sie sofort Leben in deine Geschichte bringen. Beginne mit einem spannenden oder mysteriösen Satz, der die Leser*innen neugierig macht. Zum Beispiel:„Ich hoffe, du bist bereit, alles zu verlieren“, sagte sie und drehte den Schlüssel im Schloss um.

Ein Dialog vermittelt sofort Spannung und Charakter und zieht Leser*innen in die Szene hinein.


7. Beginne mit einem Rückblick

Manchmal ist der Schlüssel zu einem fesselnden Einstieg eine Rückblende, die ein entscheidendes Ereignis aus der Vergangenheit enthüllt. Zum Beispiel:„Hätte ich damals gewusst, was hinter der verschlossenen Tür lag, wäre ich niemals hineingegangen.“

Solche Sätze erzeugen eine gewisse Vorahnung und Spannung, die Leser*innen dazu bringt, mehr über die Geschichte erfahren zu wollen.


Bonus-Tipp: Schreib den Anfang zum Schluss

Wenn dir der perfekte Einstieg schwerfällt, ist das völlig normal. Manchmal hilft es, den Anfang erst zu schreiben, nachdem du den Rest des Buches fertiggestellt hast. Während des Schreibens lernst du deine Geschichte und ihre Figuren besser kennen – oft ergibt sich daraus ein natürlicher, kraftvoller Einstieg.


Fazit: Dein Einstieg setzt den Ton an

Der Einstieg in deinen Roman ist die Visitenkarte deiner Geschichte. Nimm dir Zeit, verschiedene Ansätze auszuprobieren, und entscheide dich für einen, der den Ton und die Stimmung deines Buches am besten wiedergibt. Ob du mit Action, Emotionen, einer Frage oder einer Beschreibung beginnst – wichtig ist, dass du neugierig machst und Leser*innen sofort fesselst.


Wenn dir diese Tipps geholfen haben, deinen Einstieg zu finden, oder du mehr über mein Schreiben und meine Bücher erfahren möchtest, folge mir gerne auf Instagram. Dort teile ich regelmäßig Einblicke in meine Arbeit und behind-the-scenes Inhalte. Und für alle Booknerds: In meinem Redbubble-Shop gibt es eine Kollektion voller Must-Haves für Buchliebhaber*innen – schau unbedingt mal rein!

Viel Spaß beim Schreiben und bis zum nächsten Blogpost!

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